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Die integrative Erziehung

Integrative Tagesvorschule für 1-8 jährige Kinder nach Zdenka Amschwand

In den ersten fünf Jahren ist die Aufnahmefähigkeit und Formbarkeit der Kinder fast unbegrenzt. Die Grundlagen, die in diesen Jahren geschaffen werden, sind in hohem Masse mitentscheidend für die weitere Entwicklung des Kindes, hinsichtlich Lernfähigkeit, -begeisterung und Sozialkompetenzen entwickelt. Um die Kinder auf die Anforderungen des Lebens vorzubereiten und trotzdem eine Symbiose mit den spielerischen Komponenten zu erzielen, wurde die Integrative Tagesvorschule gegründet um den Anforderungen einer sich immer schneller ändernden Umwelt gerecht zu werden und den Kindern damit einen optimalen Start in ihr Leben zu ermöglichen.

Was bedeutet Integrativ in diesem Zusammenhang?

Dieser Begriff kommt aus einem ganzheitlichen Denkmodell und bedeutet, dass wir unsere Kinder zu selbständigem Denken, Fühlen und Handeln erziehen und zwar schon in frühen Jahren. Die Kinder lernen in der Gruppe die Fähigkeit zu entwickeln, sich mit sich und anderen Menschen auseinanderzusetzen und somit mit spezifischen Lebenssituationen positiv umzugehen.

Die Tagesvorschule ist damit ein Raum, in dem die Kinder die Möglichkeit haben, spielend andere Lern- und Verhaltensmöglichkeiten zu erproben. Zusätzlich werden in dieser Ganztagesschule durch das gemeinsame Einkaufen, Mittagessen, Lernen und Spielen das Sozialverhalten sensibilisiert und aktiviert. Die ganzheitlich Integrative Tagesvorschule ist unabhängig gegenüber Politik und Religion.

Der Einbezug der Eltern in die Entwicklung der geistigen und sozialen Fähigkeiten ist ein wichtiger Bestandteil des integrativen Ansatzes. Das partnerschaftliche Zusammenwirkten zwischen dem Kind, den Eltern und der Tagesvorschule ist dabei das Erfolgsrezept.

Wodurch zeichnet sich integrative Erziehung aus?

Die integrative Erziehung beinhaltet (nicht abschliessend) folgende Punkte, nach welchen wir uns richten:

  • Fördert das Selbstwertgefühl der Kinder

  • Fördert das Gefühl der Zusammengehörigkeit

  • Baut eine gleichwertige Beziehung mit und unter den Kindern auf

  • Unterstützt die Selbständigkeit und Entscheidungsfähigkeit der Kinder

  • Stärkt die Liebe zu sich, zu anderen Menschen und zur Natur

  • Macht die Kinder auf das Wunder der Natur und die darin lebenden Lebewesen aufmerksam

  • Vermittelt ein gesundes und offenes Weltbild, geprägt von Toleranz und Respekt

  • Gibt Sicherheit, klärt auf und vermindert dadurch Ängste der Kinder

  • Unterstützt mit ihrem integrativen Verhalten die Konfliktfähigkeit und stärkt die Versöhnungsbereitschaft

  • Begleitet und unterstützt die Eltern bei der Erziehung und

  • Unterstützt die Individualität eines jeden Kindes und beugt damit Rivalität und Machtkämpfen vor

  • Ist freundlich, klar, konstruktiv, ressourcenorientiert und betont das Gute

Was bedeutet Integrative Pädagogik?

Dieser Begriff kommt aus einem ganzheitlichen Denkmodell und bedeutet, dass wir unsere Kinder zu selbständigem Denken, Fühlen und Handeln erziehen und zwar schon in frühen Jahren. Die Kinder lernen in der Gruppe die Fähigkeit zu entwickeln, sich mit eigenen Problemen sowie auch mit Problemen von anderen Menschen auseinanderzusetzen und damit positiv umzugehen. In dieser von Zdenka Amschwand entwickelten Methode ist das Kind im Entscheidungsprozess von Anfang an miteinbezogen und kann spielerisch lernen, für sein eigenes Tun verantwortlich zu sein. In der Integrativen Tagesvorschule hat es die Möglichkeit, in einem geschützten Umfeld spielend andere Lern- und Verhaltensmöglichkeiten zu erproben. Zusätzlich werden in der Tagesvorschule durch das gemeinsame Einkaufen, Mittagessen, Lernen und Spielen das Sozialverhalten sensibilisiert und aktiviert. Die ganzheitliche Integrative Tagesvorschule ist unabhängig gegenüber Politik und Religion.

Für welche Kinder eignet sich das Angebot der Integrativen Tagesvorschule?

Für Alle! Diese Tagesvorschule eignet sich für alle Kinder zwischen dem 1 - 8 Altersjahr. Durch die verschiedenen Altersstufen wird das Kind gerade auch in seinem sozialen Verhalten gefördert und lernt sich in der Gruppe auf eine positive Art durchzusetzen. Die Belastbarkeit, Beziehungsfähigkeit, Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit, sowie das Verantwortungsgefühl werden enorm gesteigert und unterstützt. Durch den integrativen Ansatz wird das Kind Schritt für Schritt auf den Kindergarten, respektive die Schule vorbereitet.

Worin besteht der Unterschied zur herkömmlichen Erziehung?

Die herkömmliche Erziehung, die Normen der traditionellen patriarchalischen Gesellschaft sind auf Ungleichberechtigung aufgebaut. Die neuen, demokratischen Normen versuchen das Ungleichgewicht juristisch auszugleichen. Im Bewusstsein sind noch tiefe Wurzeln der Ungleichwertigkeit vorhanden.

Mögliche Folgen:

  1. Machtstreben, Rivalität, destruktive Konkurrenz, Leistungsorientiertheit, Rassismus, "Alle gegen alle" - Prinzip
  2. Prestige-Orientiertheit: konsumorientierthiet, doppelte Moral, Ängstlichkeit (was sagen/denken die anderen?)
  3. Angst, die aus der bedingten Liebe entsteht, entwickelt folgende Eigenschaften: übertriebene Ordnungsorientiertheit, Überangepasstheit, Starrheit, nach übertriebener Sicherheit strebend, Konformismus.

Für das Kind sind die erzieherischen Normen, die elterlichen Erwartungen oft verwirrend, gegensätzlich, zu wenig klar. Sie erschweren ihm die Meinungsbildung über sich selber, über das Leben. Für die Eltern ist es auch nicht einfach, im Dschungel der verschiedenen Wertvorstellungen eine klare Linie zu finden: streng oder antiautoritär - oder etwas dazwischen?

  • Die Reaktion der Kinder: Verhaltensauffälligkeit
  • Die Reaktion der Eltern: Schuldzuweisung

Die Integrative Erziehung ist die Weiterentwicklung und Verschmelzung von allen, bis heute bekannten pädagogischen, psychologischen, neurologischen, kommunikationstechnischen und familientherapeutischen Erkenntnissen, welche die ganzheitliche Förderung des Kindes unterstützen:

J. H. Pestalozzi war der Wegbereiter für die ganzheitliche Förderung von Kopf, Herz und Hand in der Erziehung. Seine Erkenntnisse fliessen ebenso in die Integrative Erziehung ein, wie die Grundlagen der Vorschulförderung nach F. Fröbel, die neuropsychologischen Erkenntnisse von Maria Montessori, die Ansätze zur schulischen Förderung und Spieltherapie von Hans Zulliger, die Forschungen frühkindlicher Entwicklung von Marie Meierhofer und Christoph Wolfensberger. Zusammen bilden sie die Grundlage der integrativen Erziehung.

Die Erkenntnisse aus der Hirnforschung und Hypnotherapie (Chertok und Milton Erickson), die Kommunikationsregeln der Gesprächstherapie nach Carl Rogers, sowie die Regeln der NLP (Neuro-Linguistische Programmierung) vertiefen die Beziehung zu den Kindern und bereichern die Integrativen Erziehung zusätzlich und daraus ergeben sich immer neue Förderungsmöglichkeiten.

Die Entdeckung des Unbewussten von Sigmund Freud, die Entwicklung der Individualpsychologie von Alfred Adler, die Logotherapie von Viktor E. Frankl und die Therapiemöglichkeiten von C. G. Jung erweitern die Förderungsmöglichkeiten der Integrativen Erziehung.

Das neue Paradigma der Familientherapie und das Systemdenken von Virginia Satir, Salvador Minuchin und Paul Watzlawick, sehen wir als hilfreiche Ansätze zur Interaktion mit und in der Gruppe (z.B. Familie, Spielgruppe, Kindergarten, Schulklasse, als auch Personalführung etc.).

Die integrative Erziehung wird massgebend durch vier Gebiete bereichert: Pädagogik, Psychologie, Neurologie und Familientherapie. Diese vier Richtungen bieten eine konzentrierte, simultane Möglichkeit in der Erziehung und in der Therapie. Das Menschenbild und die vermittelten Werte der Integrativen Erziehung entsprechen den UNO Menschenrechten und der UN Konvention über die Rechte des Kindes und fördern ein natürliches Verständnis der Demokratie und vermitteln dadurch zentrale Werte im Umgang mit anderen.