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Montessori Pädagogik - Das Sinnesmaterial

Das Sinnesmaterial bietet Anreiz und Hilfe im Entwickeln der Sinne. Deshalb wird es auch Entwicklungsmaterial genannt. Die Eigenschaften des Materials ermöglichen dem Kind seine Sinne zu schärfen, respektive zu fokussieren wodurch die Sinneswahrnehmungen verfeinert werden, so führt das "Ergreifen" eines Gegenstandes zum Begreifen des Gegenstandes und das Verständnis um dessen natürliche Dimensionen.

Das Material beruht auf einem System von Gegenständen, die nach bestimmten physikalischen Gesetzmässigkeiten geordnet sind:

  • ein einzelner Sinn wird gefördert (z.B. der Sehsinn)
  • Eigenschaften werden verdeutlicht (z.B. die Grösse)
  • durch die Steigerung des Schwierigkeitsgrades des Sinnesmaterials baut das Kind kontinuierlich Assoziationen auf (Kontraste herstellen, paaren, abstufen)

Die Arbeit mit dem Sinnesmaterial „öffnet“ und verfeinert die Sinne des Kindes und weckt gleichzeitig seinen Geist. Der Aufbau und die Förderung der Intelligenz erfolgt im Verknüpfen von Wahrnehmen und Erkennen. Wahrgenommenes wird dadurch im menschlichen Geist geordnet und strukturiert.

Beim Entwickeln des Sinnesmaterials wurde Maria Montessori ausser durch das Beobachten der Kinder zusätzlich durch die Zusammenarbeit mit den beiden französischen Ärzten, Itard und Séguin inspiriert. 

Durch die Arbeit mit dem Material können beim Kind sensorische Auffälligkeiten, Schwächen oder Fehlleistungen festgestellt werden. z.B. wird duch das arbeiten mit dem Sinnesmaterial (Farbtäfelchen) eine mögliche Rot/Grün Sehschwäche erkannt.

Aufgrund der freien Wahl seiner Arbeit hat es Erfahrungen sammeln können in Bezug auf das Entscheiden – Beginnen – Vollenden – Wiederholen seiner Tätigkeit. Geduld, Ausdauer, Konzentration, Gedächtnisschulung und Willensbildung wurden durch die entsprechenden Übungen gefördert.